Vorsicht Falle: „Schwarze Schafe“ bei den Schlüsseldiensten

Wem ist es noch nicht passiert: Man hat es eilig, packt schnell seine Sachen zusammen, stürzt aus dem Haus, die Haustür fällt zu, aber die Schlüssel liegen noch im Haus. Besonders unangenehm ist es, wenn dieses Malheur auch noch nachts passiert oder an einem Sonn- oder Feiertag, weil dann die örtlichen Schlosserbetriebe geschlossen haben. Also ruft man über Handy einen Schlüsseldienst an, deren Mitarbeiter die Türe öffnet, aber für seine Dienstleistung nicht selten eine horrende Rechnung präsentiert, in Einzelfällen bis 900,00 €!

 

Wie kann man sich vor solchen „schwarzen Schafen“ schützen?

 

  • Schon beim Telefonanruf sollte man fragen, woher der Mitarbeiter kommt, um lange Anreisekosten zu vermeiden.
  • Vor Auftragserteilung sollte ein fester Preis vereinbart werden.
  • Keine Vorabzahlung leisten, sondern erst nach erfolgreicher Tätigkeit zahlen.
  • Kein Geld geben als Vorschuss für Ersatzteile, die angeblich noch geholt werden müssen.
  • Erscheint der verlangte Preis als zu hoch, sollte man nur den Preis zahlen, der angemessen erscheint, es also notfalls auf eine Klage ankommen lassen.
  • Nach Ermittlungen der Verbraucherzentrale beträgt der übliche Preis für eine Türöffnung am Tag in Nordrhein-Westfalen 77,86 € im Schnitt, für Arbeiten in der Nacht oder an Sonn- und Feiertagen erhöht sich dieser Preis auf durchschnittlich 133,00 € in Nordrhein-Westfalen.
  • Liegt der verlangte Preis um 100 % oder mehr über dem üblichen Preis, kann sogar strafbarer Wucher vorliegen, wodurch der gesamte Vertrag nichtig ist.
  • Droht der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes bei verweigerter Sofortzahlung oder verweigerter Teilzahlung wegen Unangemessenheit damit, das eingebaute neue Schloss wieder auszubauen oder die Türe wieder zu verschließen, sollte die Polizei gerufen werden.

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