Verkehrsregeln in der Brühler Innenstadt

Die Verkehrsregeln für Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrer in der Brühler Innenstadt sind nicht gerade sehr übersichtlich. Hierzu nur einige Hinweise:

In der reinen Fußgängerzone dürfen Radfahrer wegen des Zusatzschildes „Radfahrer frei“ ganztägig fahren, soweit keine Sonderveranstaltungen stattfinden wie Kirmes oder Markttage.

Radfahrer (sowie Kraftfahrer beim Lieferverkehr oder mit Ausnahmegenehmigung) dürfen aber nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren, (nur 4 bis 7 km/h!). Schnelles Fahren kann mit Bußgeld geahndet werden.

„Wegklingeln“ oder sogar „Weghupen“ von Fußgängern in der Fußgängerzone ist verboten. Fußgänger haben nämlich in der Fußgängerzone absoluten Vorrang und dürfen weder behindert noch gefährdet werden.

Rollerfahrer, Skateboardfahrer und Inlinefahrer dürfen in der Fußgängerzone fahren, aber auch nur mit Schrittgeschwindigkeit.

Geschäftlicher Lieferverkehr mit Kraftfahrzeugen (für Händler und Lieferanten) in der Fußgängerzone ist nur in den festgelegten Zeiten zulässig; außerhalb dieser Zeiten muss für Kraftfahrzeuge eine Ausnahmeregelung beantragt werden.

Privater Verkehr mit Kraftfahrzeugen ist in der Fußgängerzone grundsätzlich verboten, bedarf also einer Ausnahmegenehmigung. Dies gilt sogar für privaten Anlieferverkehr während der Anlieferzeiten.

Im aufgepflasterten Bereich vor der Giesler Galerie (verkehrsberuhigter Bereich) haben Fußgänger dagegen keinen Vorrang, dürfen also ein Anhalten von Fahrrädern oder Kraftfahrzeugen nicht erzwingen (kein „Zebrastreifen“). Vielmehr sind dort alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt, müssen also gegenseitig Rücksicht nehmen und sich abstimmen.

Die obere Kölnstraße ist kein verkehrsberuhigter Bereich, deshalb wurde dort die zulässige Geschwindigkeit auf 10 km/h reduziert. Die untere Uhlstraße ist wieder verkehrsberuhigter Bereich, so dass dort wieder Schrittgeschwindigkeit gilt.

In der Mühlenstraße ab „Stern“ gilt Tempo 30, in der Carl-Schurz-Straße Tempo 20 bis zum KVB-Bahnhof.

Auf dem Verbindungsweg zwischen Burgstraße und DB-Bahnhof haben Fußgänger wieder Vorrang vor Radfahrern, da Fuß- und Radweg nicht getrennt ist im Gegensatz zur früheren Ausgestaltung dieses Weges. Radfahrer müssen deshalb dort jedenfalls bei unübersichtlichen Stellen ihre Geschwindigkeit auf Schrittgeschwindigkeit reduzieren, um eine Gefährdung von Fußgängern auszuschließen.

veröffentlicht am 20.07.2016 in Brühl

von Herrn RA Herbert Poetes,
Fachanwalt für Arbeitsrecht