Haus bauen in Opas Garten?

Baugrundstücke in unserer Region Düsseldorf/Köln/Bonn sind knapp und teuer. Gerade junge Paare sind dann hoch erfreut, wenn die Eltern oder Großeltern ein geeignetes Baugrundstück haben und dem jungen Paar zur Verfügung stellen. Dies geht unter Umständen durch eine Bebauung hinter dem Haus der Verwandten oder einem Gartengrundstück der Eltern, das bebaut werden darf.

Durch die ersparten Kosten für das Grundstück können junge Paare so unter Umständen ein Einfamilienhaus finanzieren und bauen.

 

Doch wem gehört das Haus? Was passiert, wenn das junge Paar sich trennt?

Eigentümer des Hauses ist alleine der, der im Grundbuch steht. Ist dies noch der Opa, gehört das neue Haus also ihm. Wurde das Grundstück vom Opa dem Enkel geschenkt und dieser ins Grundbuch eingetragen, ist nur der Enkel Eigentümer, nicht aber der Partner, auch wenn er das Haus mit gebaut und mit bezahlt hat. Selbst durch eine Eheschließung des jungen Paares ändert sich die Eigentumssituation nicht. Trennt sich das Paar später, hat der nicht im Grundbuch eingetragene Ehepartner nur einen sogenannten Zugewinnausgleichsanspruch, partizipiert also nur an einer eventuellen Wertsteigerung des Hauses. In einem Partnerschaftsvertrag können Paare Regelungen für den Fall der Trennung vereinbaren, die für beide akzeptabel sind.

 

Nicht zuletzt sollte der Erbfall geregelt werden: Stirbt etwa der im Grundbuch eingetragene Lebensgefährte, fällt das Eigentum am Grundstück und damit auch am Haus an dessen gesetzliche Erben und nicht an den Lebensgefährten. Ist das Paar verheiratet, hat aber keine Kinder, befindet sich der überlebende Ehepartner plötzlich mit den Eltern des Verstorbenen oder, wenn diese auch schon verstorben sind, mit den Geschwistern des Verstorbenen in einer Erbengemeinschaft. Unter Umständen muss er dann diese Miteigentümer auszahlen, was möglicherweise nur bei einem Verkauf des Hauses möglich ist.

 

Durch ein Testament können dererlei unerwünschte Konsequenzen vermieden werden.

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