Vermögen zu Lebzeiten auf Kinder übertragen?

Eltern schrecken oft davor zurück, ihren Kindern zu Lebzeiten ihr Vermögen oder Vermögensteile zu übertragen, etwa das selbst bewohnte Einfamilienhaus. Geschichten von bösen Kindern, die das Haus sofort verkauften, das Geld verprassten und die Eltern in die Sozialhilfe trieben, verstärken diese Sorgen.   Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, schon zu Lebzeiten Vermögen auf die …

Das Vermächtnis und der Testamentsvollstrecker

Durch ein Vermächtnis kann der Erblasser in seinem Testament einem Dritten, der nicht Erbe werden soll, einen Vermögenswert zukommen lassen, etwa die goldene Uhr des Erblassers, ein Schmuckstück der Erblasserin, einen Geldbetrag oder sogar eine Immobilie.   So kann z.B. verfügt werden, die Kinder XYZ sollen Erben werden zu gleichen Teilen, der Tierschutzverein soll aber …

Wollen Sie „böse“ Kinder enterben?

Kinder des Erblassers oder der Erblasserin sind neben den Ehegatten gesetzliche Erben. Das bedeutet, dass die Kinder zusammen 1/2 des Vermögens des Erblassers erben, die Ehefrau die andere Hälfte. Sind die Eheleute geschieden oder ist die Ehefrau schon vorverstorben, erben die Kinder zusammen alles, soweit kein Testament des Verstorbenen vorliegt. Will der Erblasser nämlich seine …

Die sogenannte Teilungsversteigerung

Immobilien gehören häufig nicht nur einer Person, sondern mehreren, etwa Eheleuten oder einer Erbengemeinschaft. Werden sich die Eheleute oder die Mitglieder der Erbengemeinschaft nicht einig über die Verwendung oder die Verwertung der Immobilie, bleibt als letzte Möglichkeit der Auflösung der Gemeinschaft die sogenannte Teilungsversteigerung.   Dabei handelt es sich um eine Zwangsversteigerung, die auf Antrag …

Testament machen ist sinnvoll (3. Teil)

Im ersten Teil unserer Rechtstipps haben wir beschrieben, wie wichtig es ist, den Ehegatten durch Testament abzusichern. Im zweiten Teil ging es um die komplizierten gesetzlichen Erbfolgen bei sogenannten Patchwork-Familien. Darüber hinaus sollte Folgendes bedacht werden:   – Ein eigenhändiges Testament muss zwingend handschriftlich geschrieben und vom Erblasser eigenhändig unterschrieben werden, das Ehegattentestament von beiden …

Testament machen ist sinnvoll (2. Teil)

In der letzten Woche haben wir beschrieben, welche unerwarteten und erwünschten Folgen es haben kann, wenn kinderlose Ehepaare kein Testament machen. Das Gleiche gilt für eingetragene Lebenspartnerschaften. Massive Streitigkeiten unter den Erben können aber auch entstehen, wenn einer der Ehepartner (oder beide) Kinder aus früheren Ehen haben. Viele Ehepartner stellen sich nämlich vor, dass alle …

Testament machen ist sinnvoll (1. Teil)

Ein Fall aus der Praxis:   Ein altes Ehepaar hatte keine Kinder. Sie besaßen aber ein Einfamilienhaus, das über Jahrzehnte abbezahlt wurde und zuletzt schuldenfrei war. Der Längstlebende der Ehepartner sollte seinen Lebensabend bis zu dessen Tod sorgenfrei in dem Haus wohnen können, soweit seine Gesundheit dies zulassen würde. Ein Testament erschien ihnen nicht sinnvoll, …

Das Nottestament

Der Erblasser kann ein Testament machen, um so die gesetzliche Erbfolge auszuschließen, z. B. dann, wenn er nur weit entfernt verwandte Erben hat. Befindet er sich in naher Todesgefahr und kann dies nicht mehr persönlich tun, aber auch keinen Notar mehr mit der Errichtung eines Testaments beauftragen, kann er ein sogenanntes „Nottestament“ fertigen. Dies kann …

Digitaler Nachlass

Ein Erbe erbt als Gesamtrechtsfolger des Verstorbenen dessen gesamtes Vermögen, alle Aktiva und Passiva. Hierzu gehört heute auch der sogenannte digitale Nachlass, abgespeicherte und nicht abgespeicherte Mails, Mails mit vermögenswertem und nicht vermögenswertem Charakter, der Zugang zum Benutzerkonto bei Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken (vgl. Landgericht Berlin, Urteil vom 17.12.2015, AZ: 20 O 175/15), …

Pflichtteilsergänzungsanspruch

Pflichtteilsberechtigte (dies sind meist enterbte Kinder oder enterbte Ehegatten) können gegen den Erben Auskunftsansprüche geltend machen, um ihren Pflichtteil berechnen zu können. Im Rahmen der Auskunftspflicht muss der Erbe auch Auskunft über Schenkungen des Erblassers in den letzten zehn Jahren vor seinem Tod machen, da sich bei solchen Schenkungen, die das Erbe ja vor dem …