Arbeitszeitkonten auch für Minijobber

Schon oft hatten wir an dieser Stelle über Rechte und Pflichten von Minijobbern informiert. Nicht beachtet wird sowohl von Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern häufig immer noch:

 

  • Minijobber haben Urlaubsanspruch (mindestens 4 Tage im Jahr).
  • Minijobber haben Kündigungsschutz (nach sechs Monaten Beschäftigung in Betrieben mit mehr als 10 Arbeitnehmern).
  • Minijobber haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Minijobber müssen auch an gesetzlichen Feiertagen vergütet werden, wenn sei ansonsten an diesem Tag gearbeitet hätten.

 

Nahezu in Vergessenheit scheint geraten zu sein, dass Betriebe verpflichtet sind, Beginn, Ende und Dauer der täglich tatsächlich geleisteten Arbeitszeit (inklusive der Pausen) der Minijobber schriftlich aufzuzeichnen und zwei Jahre aufzubewahren zu Kontrollzwecken durch den Zoll.

 

Nahezu unbekannt ist schließlich, dass auch mit Minijobbern Arbeitszeitkonten vereinbart werden können, sodass Arbeitgeber auch Minijobber flexibel je nach betrieblichen bedarf einsetzen können:

 

Der Minijobber erhält dann ein vertraglich vereinbartes gleichbleibendes Monatsgehalt (z.B. 450,00 € bei 10,00 € pro Stunde und 45 Stunden pro Monat). Er arbeitet aber je nach Bedarf unterschiedlich viele Stunden im Monat. So kann der Minijobber auch deutlich über 45 Stunden beschäftigt werden; er kann sogar umgekehrt für die Dauer von maximal drei Monaten komplett von der Arbeit freigestellt werden. Im Durchschnitt darf aber die 450,00 € Grenze pro Jahr nicht überschritten werden (450,00 € pro Monat).

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