Ab wann müssen Rentner Steuern zahlen?

Seit 2005 hat der Gesetzgeber die Renten prinzipiell der Steuerpflicht unterworfen, nachdem das Bundesverfassungsgericht gefordert hatte, die Besteuerung von Pensionen und Renten anzugleichen (sogenannte Rentensteuer). Dabei steigt der Anteil der Rente, der der Steuerpflicht unterliegt, von 50 Prozent im Jahr 2005 jährlich um 2 Prozent bis 2020, ab 2020 um 1 Prozent, so dass also im Jahr 2040 die Renten voll steuerpflichtig sind. Umgekehrt werden Aufwendungen für die eigene Altersvorsorge schrittweise immer höher absetzbar, wodurch die Steuerlast sinkt.

 

Wer also beispielsweise im Jahr 2020 in Rente geht, muss einen Anteil von 80 Prozent seiner Rente versteuern; 20 Prozent bleiben dauerhaft steuerfrei.

 

Trotz dieser schrittweisen zunehmenden Besteuerung der Renten werden sehr viele Rentner steuerfrei bleiben, jedenfalls dann, wenn sie kein anderes Einkommen haben, etwa aus Vermietung und Verpachtung. Zu beachten ist nämlich der sogenannte Grundfreibetrag, der regelmäßig erhöht wird und der nie unterschritten werden darf. Für das Jahr 2019 beträgt dieser 9.168,00 Euro für Ledige und 18.336,00 € für Verheiratete. So fällt z. B. bei einem Ledigen mit einer Rente von 1.200,00 Euro monatlich und einem Rentenbeginn im Jahr 2011 (62 Prozent) überhaupt keine Steuer an.

 

Nach Ansicht des Bundesfinanzhofes liegt mit der Besteuerung der Altersrente auch keine sogenannte Doppelbesteuerung vor; somit sei die Rentensteuer verfassungskonform.

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